Du hast eine Geschäftsidee und möchtest dein eigenes Unternehmen gründen – doch wie geht es jetzt weiter? Wo solltest du anfangen? Bei wem kannst du dir Rat holen? Campus-Aktuell hat mit Start-up-Experte Dino Zirwes von der Sparkasse Bremen über Netzwerke, Finanzierungsmöglichkeiten und ehrliches Feedback gesprochen.

Die Idee ist bereits im Kopf und du findest sie auch wirklich gut – erst einmal natürlich die beste Voraussetzung für das eigene Start-up! Schließlich wirst du nach und nach auch andere von deinem Konzept überzeugen müssen.

Dino Zirwes rät, sich noch vor der Gründung von Freunden, Verwandten und auch Professoren ehrliches Feedback zur Geschäftsidee einzuholen. Denn: Ist das Umfeld nicht überzeugt, wird es vor potenziellen Geldgebern oder strategischen Partnern noch schwerer werden, das eigene Vorhaben zu verteidigen. Hilfreich ist es auch, mit Branchenfremden über seine Ideen zu sprechen – der Blick von außen kann häufig helfen. Hinterher solltest du ein ehrliches Fazit ziehen: Trägt sich die Idee?

„Man sollte sich dabei nicht in Details verrennen“,

sagt Zirwes. Wenn du unsicher bist, wie gut deine Idee wirklich ist, kannst du auch die Start-up-Experten von der Sparkasse Bremen um Rat fragen. „Wir schauen uns jeden Businessplan an und geben gerne ein ehrliches Feedback“, verspricht Dino Zirwes.

Das eigene Start-up – von den Fehlern der anderen lernen

Wenn deine erste Analyse ergeben hat, dass es einen Markt für deine Idee gibt, solltest du diese langsam weiterentwickeln. Zirwes empfiehlt Start-up-Gründern in diesem Zusammenhang auch die Infrastruktur, das Know-how und die Kontakte anderer Jungunternehmer für sich zu nutzen – und diese nach ihren Stolperfallen zu fragen.

„Wichtig ist, von den Fehlern der anderen zu lernen“,

sagt Zirwes und legt Jungunternehmern nahe, sich Gesprächspartner zu suchen, die in einer ähnlichen Situation sind. Einen guten Einstieg dafür bieten beispielsweise die zahlreichen Wettbewerbe – darunter der Bremer Gründerpreis und die CampusIdeen – sowie die Start-up-Veranstaltungen, die in Bremen stattfinden. Formate wie die Open Pitch Night sind optimal, um deine Idee vor Publikum zu pitchen. „So bekommt man hervorragend Feedback“, erläutert der Start-up-Experte. „Wenn man Glück hat, bekommt man Know-how von Branchenexperten und kann wertvolle Kontakte knüpfen.“

Die nächste Open Pitch Night findet übrigens am Dienstag, den 12. Juni von 18 bis 21.30 Uhr statt. Veranstaltungsort ist das Kraftwerk – city accelerator Bremen (An der Weide 50a, Kern 4, 3. OG, 28195 Bremen). Auch Dino Zirwes und seine Kollegen vermitteln gerne an entsprechende Netzwerkpartner.

Strategische Partner aus der Wirtschaft suchen

Irgendwann stellt sich bei jedem Start-up die Frage nach der Finanzierung – häufig recht spät, wie Dino Zirwes weiß: „Die wenigsten Start-up-Gründer denken in der frühen Phase an Finanzierungsmöglichkeiten.“ Wer nicht den klassischen Weg über eine Kreditfinanzierung gehen möchte oder kann, dem rät der Start-up-Experte, sich an Unternehmen aus der freien Wirtschaft zu wenden und dort nach Kooperationsmöglichkeiten zu fragen. Zirwes:

„Das Beste für Start-ups sind etablierte Unternehmen, die die Finanzierung übernehmen.“

Diese können im Bestfall nicht nur Geldgeber, sondern auch strategischer Partner sein. Auch zu den Aufgaben der Start-up-Experten von der Sparkasse Bremen gehört es, etablierte Unternehmen aus der Region mit passenden Gründern zusammenzubringen.

Hartnäckig bleiben

Je nach Markt und Branche kann es ein paar Jahre dauern, bis sich dein Unternehmen etabliert hat und du einen nennenswerten Umsatz verzeichnen kannst. Wichtig ist aus Sicht des Start-up-Experten, seine Idee und den Markt dafür immer wieder neu zu analysieren.

„Denn auch Märkte verändern sich“,

erklärt Zirwes. Es zahle sich aus, dabei hartnäckig zu bleiben und sein Ziel weiter zu verfolgen.

Und, wäre eine eigene Firma vielleicht auch etwas für dich? Mach den Gründer-Check der Sparkasse Bremen: https://www.sparkasse-bremen.de/de/home/firmenkunden

Hier findest du auch Informationen zu Fördermöglichkeiten, zum Gründerpreis und zu weiteren wichtigen Dingen rund um die Gründung.


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